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Häufige Fragen (FAQs)

Was bedeutet eine häusliche 24-Stunden-Betreuung
für Senioren und Behinderte?

Es ist Tag und Nacht (Bereitschaft) immer jemand anwesend und übernimmt jene Aufgaben, welche vorher im Erhebungsbogen vereinbart werden.
Die Betreuungskraft, Haushaltshilfe oder Betreuungkraft wohnt im privaten Haushalt der betreuungsbedürftigen bzw. Betreuungbedürftigen Person(en).

Wie sind die Rahmenbedingungen?

Für die Betreuungskraft, Haushaltshilfe oder Betreuungkraft muss ein Zimmer mit einem Bett und einem Kleiderschrank zur Verfügung gestellt werden.
Das Bad muss mitbenutzt werden dürfen. Kost und Logis sind frei.

Wie sind die Sprachkenntnisse
bei osteuropäischen (EU) Betreuungskräften?

Alle Betreuungskräfte verstehen und sprechen die deutsche Sprache.
Insbesondere beim Sprechen und der aktiven Kommunikation gibt es Unterschiede.
Es gibt folgende Abstufungen:
Grundkenntnisse (einfache Anweisungen sollen verstanden werden)
Mittlere Kenntnisse (einfache Unterhaltung auf Deutsch ist möglich)
Gute Kenntnisse (kaum Barrieren)
eher begrenzte Kapazitäten an Personal!
Bitte berücksichtigen Sie die erste Eingewöhnungsphase in Hinsicht auf die Sprache. Im Allgemeinen verbessert sich die Kommunikation wesentlich mit jedem weiteren Turnus.

Wie sind die Arbeitszeiten der Betreuungkräfte,
Betreuungskräfte oder Haushaltshilfen?

Die Arbeitszeit/Freizeit können Sie individuell mit den Betreuungskräften vereinbaren. Die Betreuungskräfte sind in der Regel selbstständig bzw. freiberuflich tätig und unterliegen somit keiner gesetzlichen Arbeitszeitbestimmung.
Grundsätzlich sind die Kräfte bis auf kleine Erholungszeiten
24 Stunden dienstbereit.
Bitte verwechseln Sie nicht die Dienstbereitschaft mit einem 24-Stunden-Arbeitstag. Entsprechende Erholungsphasen und ausreichend Schlaf sind unabdingbar.

Wie hoch sind die Kosten?

Die gesamten monatlichen Kosten für eine osteuropäische (EU) Haushaltshilfe, Betreuungskraft bzw. Betreuungkraft betragen € 1.900,- bis € 2.600,-
Ab der Betreuungstufe 3 haben Sie für die 24-Stunden-Betreuung Anspruch auf eine monatliche Förderung in der Höhe von € 550,- für 2 Personenbetreuer/innen.
Betreuungstufe 3 | monatliche Honorarkosten für 2 Personenbetreuer/innen
2 Personenbetreuer/innen mit der Qualifikation als Betreuunghelfer/in
Kosten 55,- EUR/Tag
Honorar für 2 Personenbetreuer/innen 1.677,50 € (30,5 Tage)
Abzüglich Förderung für 24-Stunden-Betreuung
für 2 Betreuer/innen
- 550,00 € (Monat)
Abzüglich Betreuunggeld Stufe 3 - 442,90 € (Monat)
Monatliche Kosten 684,60 € (Monat)
  bzw. 22,45 € (Tag)
schließen
Betreuungstufe 6 | monatliche Honorarkosten für 2 Personenbetreuer/innen
2 Personenbetreuer/innen mit der Qualifikation als KrankenBetreuungr/in
Kosten 65,- EUR/Tag
Honorar für 2 Personenbetreuer/innen 1.982,50 € (30,5 Tage)
Abzüglich Förderung für 24-Stunden-Betreuung
für 2 Betreuer/innen
- 550,00 € (Monat)
Abzüglich Betreuunggeld Stufe 6 - 1.260,00 € (Monat)
Monatliche Kosten 172,50 € (Monat)
  bzw. 5,66 € (Tag)
schließen
Beispielrechnungen:
Betreuungstufe 3monatliche Honorarkosten für 2 Personenbetreuer/innen
Betreuungstufe 6monatliche Honorarkosten für 2 Personenbetreuer/innen

Folgende Kriterien sind für die Preisgestaltung relevant:
Die Qualifikation der Haushaltshilfe, Betreuungskraft, Betreuunghilfskraft, AltenBetreuungr/in oder KrankenBetreuungr/in; außerdem Punkte wie: Berufserfahrung, Ausbildung, Niveau der Sprachkenntnisse, ...
Art und Umfang der auszuführenden Tätigkeiten sowie das Krankheitsbild der Klientin/des Klienten.
Weiters wird berücksichtigt, ob regelmäßige Nachtarbeit mit mehrfachem Aufstehen anfällt; ob weitere Personen im Haushalt zu betreuen oder zu Betreuungn sind; Zustand der zu betreuenden bzw. zu Betreuungnden Person(en); welche Betreuungstufe vorhanden ist; ob Angehörige oder andere Personen bei der Betreuung und Betreuung helfen, wenn ja, in welchem Umfang; wie die Freizeit-und Ruhemöglichkeiten für die Betreuungskraft sind, ...

Wie ist die Rechtslage?
Ist es legal?

Österreich hat rechtliche Rahmenbedingungen für die häusliche 24-Stunden-Betreuung und -Betreuung geschaffen und somit den Veränderungen in der Gesellschaft und der Arbeitswelt Rechnung getragen.
Die Betreuungskräfte besitzen einen gültigen Gewerbeschein zur Personenbetreuung in Österreich und arbeiten somit als selbstständige Gewerbetreibende.

Wann wird die erste Rechnung fällig?

Wir bieten unseren Kunden eine sorgenfreie Lösung an.
Das Bruttohonorar der Betreuungskraft ist mit Ende des jeweiligen Turnus an die PersonenbetreuerInnen zu bezahlen.

Welche Garantie habe ich, dass das Konzept bei uns funktioniert?

Leider keine.
Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass es funktioniert sehr groß,
wenn folgende Punkte eingehalten werden:
Behandlung der Betreuungskräfte mit menschlicher Wärme
und Verständnis
Kompromissbereitschaft
Die Bereitschaft Hilfe anzunehmen muss vorhanden sein.
Einhaltung von Freiräumen und Freizeitregelungen in gegenseitiger Wertschätzung
Gewährung von Einarbeitungszeit und Unterstützung am Anfang
Wir bemühen uns, nach dem Erhalt des Erhebungsbogens für die Angebotsstellung für Sie nur jene auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmten Betreuungskräfte vorzuschlagen und damit das Risiko der Nichtakzeptierbarkeit zu reduzieren.

Wie sind die Kündigungsfristen / Vertragslaufzeiten?

Der Vertrag kann unter Einhaltung einer 2-wöchigen Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats aufgelöst werden.
Es gibt Anlässe, bei denen der Vertrag sofort beendet wird.
Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.
Jeder Vertragspartner hat aber auch ein Recht
auf einen kostenlosen Wechsel der Betreuungskraft.

Warum der Wechsel mit zwei oder mehreren Betreuungskräften?

Die 24-stündige Bereitschaft während eines 14-Tage bzw. 30-Tage-Einsatzes ist sehr anspruchsvoll. Aus diesem Grunde benötigen die Personenbetreuer/innen nach dem Bereitschaftsdienst mindestens 14 bis 30 Tage für die eigene Erholung.
Diese Rhythmen dienen einerseits der Erholung des Betreuungspersonals, andererseits sind sie optimal für die Aufrechterhaltung des aktiven Kontakts mit der eigenen Familie im Heimatland.
Beim Wechsel mit zwei oder mehreren gleich qualifizierten Personen
haben Sie viele Vorteile:
bessere Abwicklung von Notfällen
(wird z.B. eine Betreuungskraft krank, haben wir immer eine weitere Person, welche sich mit Ihrer Situation auskennt und bei Bedarf einspringt)
stärkere Motivation der Betreuungskräfte
nicht ständig wechselnde Gesichter und damit bessere Vertrauensbildung

Wie findet der Wechsel statt?

Die Betreuungskräfte kommen entweder mit dem Auto/Transferbus direkt zu Ihnen oder mit der Bahn in eine größere Stadt in Ihrer Nähe.
Bei einer Anreise mit einem öffentlichen Verkehrsmittel sollten die Betreuungskräfte von Ihnen abgeholt werden.
Der Wechsel verläuft meistens nahtlos.
Die Betreuungskräfte besprechen beim Wechsel alles Notwendige, um eine einwandfreie Übergabe vollziehen zu können.
Hinweis: Falls Ihnen eine Betreuungskraft nach deren Arbeitsantritt nicht zusagt, haben Sie bei uns immer die Möglichkeit eines Austausches.

Gibt es Möglichkeiten zur Reduzierung der Kosten?

Zum Zweck der Unterstützung der 24-Stunden-Betreuung können Zuschüsse an Betreuungbedürftige Personen oder deren Angehörige gewährt werden.
Arbeiten die Betreuungkräfte als selbstständige Betreuungskräfte, wird pro Betreuungsperson eine monatliche Förderung von € 275,- ausgezahlt.
Im Regelfall sind das mit 2 Betreuungskräften im 14-tägigen Wechsel pro Monat also € 550,- (zwölf Mal jährlich).
Voraussetzungen für die Förderung
Bezieher von Betreuunggeld ab Stufe 3:
Der/die Betreuungbedürftige muss mindestens Betreuunggeld
der Stufe 3 erhalten.
Im Fall einer nachgewiesenen Demenz erhält man die
Förderung bereits ab Stufe 1.
Einkommensgrenze bis 2.500,- € netto / Monat
Es liegt keine Vermögensgrenze vor
Nachgewiesene Notwendigkeit einer 24-Stunden-Betreuung
Bestehen eines Betreuungsverhältnisses
Die Auszahlung der Förderung ist dabei an das Betreuungsmodell und die nachgewiesene Ausbildung des Betreuungpersonals gekoppelt.
Die Betreuungkraft muss zumindest eine
der folgenden Bedingungen erfüllen:
das Betreuungpersonal hat eine theoretische Ausbildung vergleichbar mit der Ausbildung einer Heimhilfe im Ausmaß von 200 Stunden absolviert ODER
ein andauernde, fachgerechte Betreuung der Betreuungbedürftigen Person für zumindest 6 Monate ODER
zum Zeitpunkt der Antragstellung für die Förderung wurde an die Betreuungkraft bereits eine Betreuungrische oder ärztliche Aufgabe delegiert
ADIUVA KG vermittelt ausschließlich Betreuungpersonal, das eine förderbare Ausbildung absolviert hat.
Um die staatliche Förderung zu bekommen, ist ein Antrag an das jeweilige Bundessozialamt bzw. an die jeweilige Landesregierung zu stellen.
Alle Details zu den Rahmenbedingungen für die Förderung der 24-Stunden-Betreuung werden Ihnen im Rahmen des Informationspakets zugesandt.

Wie hoch ist das Betreuunggeld ab dem 01.01.2011?

Das Betreuunggeld soll selbstbestimmtes und an den persönlichen Bedürfnissen orientiertes Leben Betreuungbedürftiger Menschen ermöglichen.
Anspruch auf Betreuunggeld (ab 1.1.2011)
Betreuunggeld wird gewährt, wenn Betreuungbedürftigkeit vorliegt und der ständige Betreuungs- und Betreuungaufwand mehr als 60 Stunden monatlich beträgt und voraussichtlich zumindest sechs Monate andauern wird.
Wer diese Anspruchsvoraussetzungen erfüllt, hat Anspruch auf Betreuunggeld vom Bund nach dem BundesBetreuunggeldgesetz, wenn
eine Pension aus der gesetzlichen Sozialversicherung bezogen wird
ein Beamtenruhegenuss des Bundes bezogen wird
eine Vollrente aus der Unfallversicherung bezogen wird
eine Rente beziehungsweise Beihilfe aus der Kriegsopferversorgung, der Heeresversorgung sowie nach dem Opferfürsorgegesetz oder dem Impfschadengesetz oder Verdienst- beziehungsweise Unterhaltsentgang nach dem Verbrechensopfergesetz bezogen wird
Andere Betreuungbedürftige Menschen können Betreuunggeld nach dem LandesBetreuunggeldgesetz ihres Bundeslandes beziehen (Berufstätige, mitversicherte Angehörige, Bezieher einer Sozialhilfe oder Bezieher einer Beamtenpension eines Landes beziehungsweise einer Gemeinde).
Zuständigkeit
Die Zuständigkeit für das Betreuunggeld richtet sich nach der Grundleistung; für das Betreuunggeld ist jener Entscheidungsträger zuständig, der die Pension oder Rente auszahlt.
Höhe des Betreuunggeldes (ab 1.1.2011)
Das Betreuunggeld ist eine einkommensunabhängige Leistung, die zwölf Mal jährlich gebührt und monatlich ausbezahlt wird.
Die Höhe ist – abhängig vom jeweils erforderlichen Betreuungaufwand – in sieben Stufen unterteilt:
Stufe 1 € 154,20(Betreuungaufwand über 60 Stunden)
Stufe 2 € 284,30(Betreuungaufwand über 85 Stunden)
Stufe 3 € 442,90(Betreuungaufwand über 120 Stunden)
Stufe 4 € 664,30(Betreuungaufwand über 160 Stunden)
Stufe 5 € 902,30 (Betreuungaufwand über 180 Stunden + dauernde Bereitschaft)
Stufe 6 € 1.260,00 (Betreuungaufwand über 180 Stunden + unkoordinierte Betreuung)
Stufe 7 € 1.655,80 (Betreuungaufwand über 180 Stunden + Bewegungsunfähigkeit)